Am vergangenen Wochenende hat der Bitcoin-Kurs ein neues Jahrestief erreicht. Kurzzeitig lag der Kurs bei 285 Dollar für einen Bitcoin. Der Kurs erholte sich zwar wieder auf bis zu 320 Dollar, dennoch ist der Einbruch der bisherige Höhepunkt eines schleichenden Kursverfalls in den letzten Monaten

Die Gründe dafür sind weitgehend unklar. Es gab in der letzten Zeit keine negativen Meldungen. Im Gegensatz zum Beginn des Jahres 2014, als die Insolvenz der großen Handelsplattform Mt.Gox den Kurs massiv drückte, ist die Berichterstattung über Bitcoin in den letzten Monaten weitgehend positiv. Die digitale Währung wird in immer mehr und immer größeren Shops, beispielsweise bei Dell oder Expedia, akzeptiert.

Neben den üblichen Spekulanten, die auf die fallenden Kurse setzen und den Effekt dadurch noch verstärken, könnten auch die großen Mining-Farmen hinter dem Preisverfall stecken. Mining ist mittlerweile nur noch mit großem Kapitaleinsatz und dem Kauf teurer Spezialhardware effektiv zu betreiben. Um das investierte Kapital möglichst schnell wieder zurück zu bekommen, verkaufen professionelle Miner die neu geschöpften Bitcoin sofort auf dem Markt. Das erhöhte Angebot lässt den Kurs sinken.

Es herrscht allerdings keine Panikstimmung unter den Bitcoin-Nutern, denn die wachsende Akzeptanz und die sinkende Menge neu geschaffener Bitcoin wird das momentan große Angebot bald wieder kompensieren. Spätestens im Jahr 2016, wenn die Menge neu erzeugter Bitcoin pro Block von 25 auf 12,5 sinken wird, wird das Überangebot beendet sein.


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