Obwohl Thailand nicht zu den Länder mit den meisten Bitcoin-Nutzern zählt, wurde von der Bank of Thailand, der Zentralbank der Landes, ein Verbot für Bitcoin ausgesprochen.

Dem vorausgegangen war eine Anfrage der Firma Bitcoin Co. Ltd. Die Firma wollte die Handelszulassung für Bitcoin in Thailand bekommen und reichte deshalb einen entsprechenden Antrag bei der Bank of Thailand ein. Am 29. Juli fand eine Anhörung statt, bei der Vertreter der Firma einem Bank-Komitee die digitale Währung Bitcoin, die Funktionsweise und die Vorteil vorstellten. Die Zentralbanker kamen bei der Sitzung trotz der Präsentation zu dem Schluss, dass es keine anwendbaren Gesetze und keine Kapitalkontrollen für Bitcoin gibt und die Währung zudem zahlreiche unabwägbare finanzielle Risiken habe. Aus diesen Gründen erklärten sie den An- und Verkauf von Bitcoin, den Kauf und Verkauf von Waren und Dienstleistungen gegen Bitcoin sowie das Versenden von Bitcoins von Thailand ins Ausland und das Empfangen von Bitcoins aus dem Ausland für illegal.

Damit ist die digitale Währung de facto in Thailand komplett verboten. Es ist allerdings völlig unklar, wie dieses Verbot umgesetzt und kontrolliert werden kann. Denn einer der Vorteile von Bitcoin ist die Anonymität der Transaktionen und das weltweit. Die Behörden müssten also jeden Computer in Thailand kontrollieren, ob darauf eine Client-Software mit Bitcoin-Guthaben installiert ist. Denkbar wäre es auch, den Zugang zu den Downloadseiten mit den Client-Versionen von Thailand aus zu blockieren. Diese Maßnahmen sind jedoch aufwändig und stehen momentan noch in keinem Verhältnis zur Nutzerzahl von Bitcoin.

Noch ist der Bitcoin-Handel nur in Thailand verboten, aber weitere Länder könnten folgen. Zwar betrifft ein Verbot die Währung nicht unmittelbar, denn selbst in der Illegalität finden weiterhin Handel und Transaktionen mit Bitcoin im Internet stattfinden, schließlich ist die digitale Währung dezentral und ohne Unterstützung von Regierung konzipiert. Sobald Bitcoin aber verboten ist, ist die Währung als Zahlungsmittel für legale Geschäfte nicht mehr einsetzbar, denn kein Geschäft oder Händler darf sie mehr annehmen. Sollten weitere Länder dem Beispiel Thailands folgen, könnte das zunehmende Risiko eines globalen Verbots einen starken Preisverfall und das Ende von Bitcoin als Alternative zu regulären Währungen bedeuten. Aus diesem Grund ist das Bitcoin-Verbot in Thailand durchaus von großer Bedeutung für die Zukunft von Bitcoin.

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