Während die digitale Währung Bitcoin kürzlich in Thailand verboten wurde, hat nun Deutschland Bitcoin als privates Geld anerkannt. Nach einer Anfrage des FDP-Bundestagesabgeordneten Frank Schäffler an das Bundesfinanzministerium wurde Bitcoin rechtlich und steuerlich gebilligt und als Rechnungseinheit anerkannt.

Damit erhalten Bitcoins in Deutschland den Status eines „privaten Geldes“. Die Verbreitung von privaten Zahlungsmitteln ist in Deutschland nicht generell verboten. Es gibt bereits mehrere „private Zahlungsmittel“, wie z.B. den Chiemgauer, eine Regionalwährung im Rosenheimer Raum.

Das Errechnen von Bitcoins, das sogenannte Mining, sei nach Ansicht des Finanzministeriums private Geldschöpfung. Gleichzeitig sieht das Finanzministerium Umsätze mit Bitcoins nicht von der Umsatzsteuer befreit. Die Umsatzsteuerpflicht gilt insbesondere für Personen oder Firmen, die gewerbsmäßig mit Bitcoins handeln.

Mit der Anerkennung von Bitcoin als privates Geld folgt das Finanzministerium einer Linie, Bitcoin in Deutschland schrittweise zu legalisieren und auch zu reglementieren. Im Juni hatte eine Anfrage von Frank Schäffler an die Bundesregierung ergeben, dass Spekulationsgewinne beim An- und Verkauf von Bitcoins nach einer Haltefrist von einem Jahr steuerfrei sind. Anders als etwa bei Aktien- oder Zinsgeschäften würde keine Abgeltungssteuer fällig. Damit wurde Bitcoin steuerlich dem Gold gleichgestellt, denn auch Spekulationsgewinne beim Edelmetall sind nach zwölf Monaten steuerfrei.

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