Nicht nur an den Börsen werden weltweit neue Allzeithochs notiert, auch der Bitcoin ist auf einem Allzeithoch und hat zudem die psychologisch bedeutsame Marke von 1.000 US-Dollar durchbrochen. Der Kurs stieg sogar weiter und erreichte am 29. November 2013 ein neues Allzeithoch mit 1.242 US-Dollar bei Mt. Gox. Damit war ein Bitcoin erstmals teurer als eine Unze Gold, die zu der Zeit bei 1.241,98 US-Dollar notierte.

Der Wertzuwachs des Bitcoin in den letzten Wochen ist atemberaubend und erinnert an die High-Tech-Aktien, die zu Zeiten des Neuen Marktes gehandelt wurden. Damals, ab Mitte der 1990er bis zum Höhepunkt im Jahr 2000, gingen viele Internet- und Technologie-Unternehmen an die Börse und wurden trotz ihrer noch nicht erfolgreichen Geschäftsmodelle mit Höchstkursen gehandelt. Was danach folgte war ein gigantischer Kurseinbruch. Bestes Beispiel dafür ist die Aktie der Telekom. Beim Börsengang wurde sie als Volksaktie zum Preis von 14,57 Euro angepriesen und viele Menschen, die sich zuvor noch nie mit Aktien beschäftigt hatten, kauften die Aktie. Am 6. März 2000 erreichte sie ihren Höchststand mit 103,50 Euro. Kurs darauf folgte der Crash am Technologiemarkt  und seitdem „dümpelt“ die Aktie im Bereich von 10 Euro herum.  Eine typische Blase, die geplatzt ist.

Telekom

Langfristchart der Telekom

Auch bei Bitcoin lassen sich Anzeichen einer solchen Blasenbildung erkennen:

  • Eine gute Geschichte: Der Wunsch nach einer neuen Währung, die eine Alternative zu den bestehenden Währungen darstellt, macht Bitcoin in Zeiten der Finanzkrise attraktiv.
  • Eine neue Technologie: Die Funktionsweise des Bitcoin-Systems ist in dieser Form neu und das Verständnis erfordert einige Einarbeitungszeit. Dennoch kann die Software zum Verwalten der Bitcoins auch ohne dieses Wissen bedient werden, denn sie ist intuitiv und leicht verständlich.
  • Eine begrenzte Menge: Es gibt insgesamt nur 21 Millionen Bitcoins, die bis zum Jahr 2040 erzeugt sein werden. Derzeit sind ca. 12 Millionen davon bereits generiert worden
  • Ein hoher Grad an Risiko: Die Volatilität des Bitcoin ist gewaltig. Allein im November hat sich der Kurs verfünffacht, teilweise mit Kursschwankungen von 100 Euro und mehr pro Tag. Solch eine Dynamik ist für viele Nutzer aufregend und erzeugt „Nervenkitzel“.

All dies sind Zutaten für eine Blase. Nur kann niemand sagen, wann sie platzt. Beim derzeitigen Kurs haben alle Bitcoin zusammen einen Wert von ca. 12 Milliarden Dollar. Das ist zwar viel, aber im Vergleich zu den Billionen, die täglich allein im Devisenhandel bewegt werden, ist das nur ein Bruchteil.

Vielleicht steigt der Kurs noch viel weiter, bricht dann zusammen und erholt sich dann erneut. Ein weiteres Beispiel aus der Welt der Aktien ist Apple. Auch diese Aktie stieg bis zum Jahr 2000 auf ein Allzeithoch von 40 Dollar, um danach wieder auf 10 Dollar zu sinken. Apple gelang jedoch der Turnaround und heute zählt es mit einem Kurs von 400 Euro zu den wertvollsten Unternehmen der Welt.

Apple

Langfristchart von Apple

Ob Bitcoin die Entwicklung der Telekom-Aktie oder die der Apple-Aktien nachvollziehen wird, zeigt sich in den nächsten Monaten.

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